... bei Rückenschmerzen & Co

FI-Evelyn-Beine kippen

Von der Bewegungslast zur Bewegungslust

Zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden in unserer Gesellschaft gehören Rückenschmerzen, Nackenverspannungen, Kniebeschwerden und andere Beschwerden im Bewegungsapparat. Solche Beschwerden machen Bewegungen dann zur Last statt zur Lust.

Einseitige Bewegungsanforderungen im Alltag begünstigen sicherlich einseitige Belastungen, aber wir haben viel mehr Möglichkeiten als uns bewußt sind, diese Belastungen weniger einseitig zu machen.

Einige Fallbeispiele finden Sie hier.

Rückenschmerzen

Rückenschmerzen - meist im Lendenwirbelbereich - sind häufig eine Folge übermäßiger Beanspruchung einzelner Teilsegmente des Rückens oder resultieren aus einem zu hohen Tonus (Grund-Muskelspannung). In Verbindung damit stehen häufig zu stark angespannte Bauchmuskeln, ein nur eingeschränkte genutzter Bewegungsspielraum der Hüftgelenke und ein eingesunkener Brustkorb.

Wie diese Aufzählung schon andeutet, ist es sinnvoll, Rückenschmerzen im Zusammenhang mit angrenzenden Körperbereichen zu betrachten. Denn die Kombination dieser Faktoren führt leicht dazu, dass der Rücken der Leidtragende ist. Wenn das Gesamtgefüge sich verändert, der Brustkorb beweglicher wird, die Hüftgelenke sich besser bewegen, die Bauchmuskulatur nachgibt - dann kann auch der überanspruchte Rücken wieder mehr zur Ruhe kommen und die Rückenschmerzen können nachlassen. Im aktuen Fall sogar häufig überraschend schnell! Bei bereits länger bestehenden Beschwerden muss man ein wenig mehr Geduld haben.

Und wenn unsere Beschwerden nachlassen, hat auch unsere Lebensfreude wieder Raum, zum Zuge zu kommen.




FI-Monica-Schulter

Nackenverspannungen

Nacken, Schultern, Arme spannen wir häufig dann an, wenn wir ein Gefühl von Unsicherheit haben - es ist, als ob wir uns festhalten wollten und einen sicheren Halt suchen. Dies kann durch Anforderungen unserer Umgebung entstehen, auf die wir mit Stress reagieren, basiert aber auf einem körperlichen Grundgefühl von Unsicherheit.

Wichtige Aspekte für entspannte und leicht bewegliche Schultern sind ein sicherer Stand mit den Füßen, eine klare, tragfähige Unterstützungsbasis durch das Becken und ein flexibler Brustkorb. Es bieten sich entsprechend Ansätze von den Füßen, vom Becken oder mit der Atmung besonders an.

Bei erfolgreicher Arbeit fühlen Sie sich wesentlich geerdeter, stabiler und wohler und auch die Schultern können sich dann einfach auf dem Rumpf "niederlassen" und nachgeben.

Ergänzend empfielt sich, den eigenen Umgang mit seiner Zeit und dem Stress zu überdenken, damit das eigene Wohlbefinden nicht von "Alltags-Zwängen" wieder fortgewischt wird.




FI-Monica-Fu

Beschwerden in Knie und Fußgelenk

Diese Beschwerden treten häufig auf einer Körperseite auf. Sie stehen üblicherweise in Verbindung mit ausgeprägten einseitig belastenden Bewegungsgewohnheiten im Rumpf. Seitneigung im Rumpf, Rotationsfähigkeit der Wirbelsäule, wie wir unseren Kopf tragen - diese Aspekte stehen häufig im Zusammenhang damit.


Bewegungszusammenhänge

Wie Ihnen diese Beispiele zeigen, spielen in der Feldenkrais-Methode die Zusammenhänge in uns als ganzer Mensch die zentrale Rolle. Gerade bei Beschwerden schränken wir unsere Aufmerksamkeit aber typischerweise auf den schmerzenden Bereich ein und vergessen andere Bereiche. Der Weg zu nachhaltiger Beschwerdefreiheit oder -reduzierung führt aber gerade über die Einbeziehung von allen Teilbereichen, die uns ausmachen.


Hinweis zu gesundheitlichen Anliegen

Beachten Sie bitte bei gesundheitlichen Anliegen die Empfehlungen Ihres Arztes. Die Feldenkrais-Methode ist keine medizinische Methode und kann diese nicht ersetzen. Sie kann jedoch dabei helfen, neue & bessere Bewegungsmuster zu erlernen, die sich auch bei gesundheitlichen Problemen positiv auswirken können.